Ratgeber Olivenöl

Olivenöl besitzt einen hohen Stellenwert. Bei uns ist es aus kaum einer Küche mehr wegzudenken. Wir verwenden es zum Braten, Dünsten, Backen oder zum Herstellen von Dressings für Blattsalate aller Art. Vor allem mediterranen Gerichte verfeinert es und gibt diesen Ihr typisches fruchtiges Aroma. Gepresst wird das Öl aus dem Fruchtfleisch der Olive. Meist wird dies in der sogenannten Kaltpressung gemacht. Das goldgelbe Öl besitzt einen starken Eigengeschmack. Aber Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl. Neben der üblichen Klassifizierung sollten Sie noch weitere Dinge über das flüssige Gold wissen.

Nativ

Olivenöl, dass mit der Bezeichnung "nativ" gekennzeichnet ist, wird durch ein natürliches Verfahren und nicht durch Raffination oder Extraktion gewonnen. Nach der Pressung wird das Pflanzenöl lediglich filtriert, dekantiert, gewaschen oder zentrifugiert. Damit sind Olivenöle mit der Bezeichnung "nativ" am hochwertigsten. Unterschiede gibt es jedoch auf noch hier. Man unterschiedet zwischen "nativ" und "nativ extra". "Nativ extra" ist ein Olivenöl, wenn es keinerlei Geschmacksfehler besitzt und vollständig aus der ersten Kaltpressung stammt.

Schadstoffe und Weichmacher

Olivenöl verschiedener Güteklassen und Preiskategorien werden immer wieder Produkttests unterzogen. Immer wieder werden hier bei Olivenölen Weichmacher und andere Schadstoffe entdeckt. Diese können das Krebsrisiko steigern. Achten daher vor der Wahl Ihres Öls auf Produkttests der einschlägigen Testinstitute.

Herkunft

Lesen Sie vor dem Kauf des Olivenöls aufmerksam das Etikett. Häufig werden Olivenöle aus verschiedenen Ölen verschiedener Olivensorten, Regionen oder sogar Ländern miteinander verschnitten. Immer wieder gehen Meldungen hierbei durch die Presse. Gängig ist das Verschneiden von griechischem und italienischem Olivenöl. Dies wird vor allem deshalb praktiziert um einen gleichbleibenden Geschmack und Qualität des Öls zu gewährleisten. Ferner kann so die jeweilige Produktionsmenge erhöht werden. Steht auf dem Etikett des Öls jedoch lediglich ein Land, so kommt das Öl auch nur aus diesem Land. Problematisch ist es mit Bezeichnungen wie "produziert in" oder "abgefüllt in". Diese kennzeichnen lediglich, wo das Olivenöl oder Pflanzenöl abgefüllt wurde, nicht aber wo das Öl selbst herkommt. Häufig findet man auf dem Etikett die Angabe "Herstellung aus Olivenölen aus Italien und Griechenland."

Wollen Sie beim Kauf des Olivenöls sicher gehen, aus welchem Land das Öl stammt, so müssen Sie innerhalb der EU auf das runde EU Siegel zur Ursprungsbezeichnung achten. Diese Angabe ist mittlerweile Pflicht innerhalb der EU. Ein rot gelbes Siegel deutet hierbei auf eine geschützte Ursprungsbezeichnung hin, ein blau gelbes Siegel am Etikett auf eine geschützte geografische Angabe.

Des Weiteren muss auf dem Etikett eine Angabe über die Herkunft gemacht werden, soweit dieses verschnitten wird. Folgende Angaben sind häufig zu finden.

Fazit

Wollen Sie auf Nummer sicher gehen sollten Sie auf alle Fälle auf natives Olivenöl extra zurückgreifen. Dieses enthält 100% des aus erster Kaltpressung gewonnenen Pflanzenöls. Im Gegensatz zum nativen Olivenöl besitzt es keine Geschmacksfehler und ist fruchtiger. Zur Bestimmung der Herkunft achten Sie innerhalb von EU Ländern auf das EU Siegel zur geschützten Herkunft oder zur geschützten geografischen Lage oder auf die anderen Herkunftsangaben.

Wissenswertes über Speiseöl

Die Kennzeichnung "abgefüllt in Italien" bei Olivenöl bedeutet nicht unbedingt, dass das Olivenöl auch aus Italien stammt. Aufgrund der hohen Nachfragen am Markt kauft man im gesamten Mittelmeerraum Olivenöle, mischt diese und füllt diese lediglich in Italien ab.

Speise- & Pflanzenöle