Deutsche Güteklassen von Olivenöl

In Deutschland sind im Handel, Verkauf und Online Shops lediglich drei verschiedene Güteklassen zugelassen. Diese 3 Sorten von Olivenöl sind dabei nach einer europäischen Verordnung entsprechend eingeteilt in:

Alle drei Güteklassen von Olivenöl, die in Deutschland zu kaufen sind, eigenen sich hervorragend zum Marinieren, Braten, Schmoren, Frittieren, Grillen und Dünsten von Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten, Gemüse und Geflügel.

Qualitativer Unterschiede bei Olivenöl

Güteklasse "Olivenöl"

Die Güteklasse "Olivenöl" (Kategorie 5) ist eine Mischung aus raffinierten und Vergine Öl (nativen Olivenöl), wobei das Mischverhältnis nicht vorgeschrieben ist. Sein Anteil an freien Fettsäuren liegt unter einem Prozent. Es ist sehr mild im Geschmack und wird gerne bei den Speisen verwendet wird, bei denen der typische Olivengeschmack nicht dominieren soll und man auf die gesundheitlichen Eigenschaften des Öles nicht verzichtet will. Je höher der Anteil an nativen Olivenöl ist, desto intensiver ist wird es vom Geschmack. Meist liegt der Anteil jedoch bei unter zwei Prozent. Aufgrund seines hohen Rauchpunktes eignet sich das Olivenöl hervorragend zum Kochen, Schmoren, Braten und Frittieren. Es kann dabei bis zu 210 Grad erhitzt werden.

Olivenöl dieser Güteklasse erkennen Sie daran, dass das Etikett ausdrücklich nicht mit "nativ extra" oder "nativ" ausgezeichnet ist. Auch ist das Speiseöl im Vergleich zu den anderen Güteklassen eher farblos. Öl der Güteklasse "Olivenöl" ist bei kühler und dunkler Lagerung bis zu drei Jahre haltbar.

Güteklasse "Natives Olivenöl"

Natives Olivenöl, auch "vergine" genannt, ist Öl der Güteklasse 2, was bedeutet, dass es sich um Speiseöl der mittleren Qualität handelt. Es ist ein kaltgepresstes Olivenöl, das schonend gewonnen wird und bei der Pressung einer Temperatureinwirkung von nicht mehr als 27 Grad unterzogen wird. Auch findet bei der Gewinnung des Speiseöls keine Raffination statt. Der Säuregehalt bzw. der Anteil an freien Fettsäuren beträgt dabei weniger als 2%. Natives Olivenöl erkennt man an seinem kräftigen Geschmack und seiner satten grünen Farbe. Die kräftigere Farbe resultiert daraus, dass natives Olivenöl meist aus der zweiten Pressung gewonnen wird. Hierbei werden mehr grüner Pflanzenstoffe (Chlorophyll) aus dem Ölfruchtbrei gepresst. Weißt ein Olivenöl der höchsten Güteklasse den geringsten Fehler auf, so wird dieses sofort dieser Güteklasse 2 zugeordnet.

Natives Olivenöl Extra

Natives Olivenöl Extra ist das Olivenöl der höchsten Güteklasse (Kategorie 1). Es handelt sich hierbei um ein kaltgepresstes Olivenöl dass bei einer maximalen Temperaturzufuhr von 27 Grad und nur in einem mechanischen Verfahren gepresst wird. Der Anteil an freien Fettsäuren liegt unter 0.8%. Alle Speiseöle dieser Güteklasse 1 natives Olivenöl Extra unterliegen strengen Anforderungen. Eine EU-Norm regelt hierbei sowohl sensorische, als auch chemische Qualitätsmerkmale. Das Öl darf hierbei keinen Fehler aufweise. Ansonsten darf es nur als natives Olivenöl in den Handel gelangen. Natives Olivenöl extra besitzt eine hellgrüne Farbe und einen zarten, fruchtigen Geschmack.

Weitere Bezeichnungen des Nativen Olivenöl Extra sind:

Wissenswertes über Speiseöl

Öl verfestigt sich bei kalten Temperaturen. Je nach Ölsorte liegt diese Punkt höher oder niedriger. Kokosöl verfestigt sich beispielsweise bereits bei 25 Grad. Olivenöl hingegen erst bei 14 Grad. Die Verfestigung des Öles besagt nichts über die Qualität des Produktes, sondern ist ein natürlicher Prozess. Wollen Sie ein verfestigtes Öl wieder verflüssigen, so stellen Sie das Öl in ein warmes Wasserbad. Achten Sie jedoch darauf, dass die Temperatur nicht über 40 Grad ansteigt, da ansonsten der Geschmack des Öles beeinflusst wird.

Speise- & Pflanzenöle