Leinöl

Leinöl, oder auch Leinsamenöl genannt, ist ein pflanzliches Speiseöl, dass aus den Samen des Flachs gewonnen wird. Dieses Pflanzenöl ist ein hochempfindliches aber naturbelassenes Öl und besonders wertvoll für die kalte Küche. Seine Farbe reicht von goldgelb bis leicht grünlich und braun. Gewonnen wird das Leinöl aus dem Leinsamen, der ungeschrotet unter Luftabschluss kalt gepresst wird. Anschließend wird das Leinsamenöl gefiltet und in dunklen Flaschen abgefüllt.

Lein, oder auch Flachs genannt, gehört zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt. Früher galt es als wichtiger Rohstoff und robuste Stoffe (Leinen) wurde aus der Pflanze gefertigt. Ebenso war das Öl ein wichtiger Bestandteil zur Herstellung von Naturfarben.

Geschmack

Leinöl besitzt einen nussigen, heuartigen und frischen Geschmack mit einem leicht bitteren Aroma. Nach längerer Lagerung nimmt der bittere Geschmack immer mehr zu und das Öl wirkt kratziger.

Zusammensetzung

Leinöl besitzt 76% an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Unter den Pflanzenölen hat es damit eine der höchsten Konzentrationen überhaupt. Was es noch mehr so besonders macht, ist der hohe Anteil an Omega 3 Fettsäuren. Dieser ist viermal so hoch, wie der an Omega 6 Fettsäuren. Dies schaffen nur wenige andere Speiseöle, wie zum Beispiel das Leindotteröl, Chia und Perillaöl.

Haltbarkeit

Leinsamenöl ist ein äußerst empfindliches Öl und wird in aller Regel nur in kleinen Mengen verkauft. Da es kaum lagerfähig ist sollte es auch in aller Regel schnell aufgebraucht werden. Bereits nach 2 Monaten wird das Leinöl ranzig und bitter und ist so nicht mehr zum Verzehr geeignet. Ideal ist es, wenn es luftdicht verschlossen im Kühlschrank bei 5-10 Grad gelagert wird. Zur Aufbewahrung kann das Leinöl auch eingefroren werden. Bei -25 Grad ist es so bis zu einem halben Jahr haltbar.

Gerichte

Leinöl oder Leinsamenöl wird in Deutschland gerne zum Würzen von Ofenkartoffeln mit Quark und buntem Salat verwendet. Vor allem zu milch- oder milchartigen Speisen passt dieses Speiseöl besonders. Durch die Ölschicht auf den Gerichten bleiben diese länger frisch. Ein Effekt, der allem im Sommer eine wichtige Rolle spielt, da durch die Hitze die Speisen schnell sauer werden können. Daneben kann das Öl auch zu würzen von Rohkost oder gekochten oder gegartem Gemüse verwendet werden.

Weitere Verwendung

Wegen seiner besonderen Eigenschaft wird das Leinöl heute auch gerne in der Kosmetikindustrie bei der Herstellung von Naturseifen verwendet.

Information zu Leinöl
Haltbarkeit: In dunkler Flasche und im Kühlschrank ca. 2 Monate
Geschmack / Geruch: Hat einen speziellen, arteigenen Geschmack, frisches Leinöl leicht nussig und heuartig, nach längerer Lagerung bitter und kratzig
Farbe: Kräftiges gelb bis grüngelb
Küche: Zu Gemüsegerichten, Rohkost, Quark, Kartoffeln
Verwendung: Speiseöl, Nahrungsergänzung
Rauchpunkt: sollte nicht erhitzt werden.
Inhaltsstoffe
Gesättigte Fettsäuren: 7,5%
Einfach ungesättigte Fettsäuren
(Ölsäure, Omega 9):
16,0%
Linolsäure
(2-fach ungesättigt; Omega 6):
15,0%
Alpha-Linolensäure
(3-fach ungesättigt; Omega 3):
61,5%
Gamma-Linolsäure
(3-fach ungesättigt; Omega 6):
-

Zusammensetzung von Leinöl

Wissenswertes über Speiseöl

Je geringer der Säuregehalt des Öles ist, desto höher ist die Qualität des Produktes. So sollte zum Beispiel der Säuregehalt von Nativem Olivenöl Extra nicht über 0,8% liegen.

Speise- & Pflanzenöle